Biochemie (B. Sc.)

Die Biochemie hat sich an der Schnittfläche der klassischen Fächer Chemie, Biologie und Medizin etabliert. Insbesondere als Stoffwechselbiochemie und Molekularbiologie versucht sie die Phänomene des Lebens von der molekularen Ebene her zu verstehen und zu erklären. Daher sind Biochemikerinnen und Biochemiker in der wissenschaftliche Untersuchung von Lebensvorgängen in die Forschung und auch in die Anwendung dieser Erkenntnisse in Klinik und Industrie involviert.

Die Studierenden erwerben im Studium das Verständnis naturwissenschaftlicher, insbesondere chemischer und biochemischer Grundlagen. Sie können die wesentlichen biochemischen und molekularbiologischen Methoden auf wissenschaftliche Fragestellungen anwenden und sind sich der grundsätzlicher gesellschaftlicher Bedeutung des Faches bewusst.

  • Ein Studiengang, zwei Hochschulen

    Die Leibniz Universität Hannover bietet gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover die konsekutiven Studiengänge Bachelor of Science Biochemie und Master of Science Biochemie an. Dabei ist im Bachelor die Universität mit der Naturwissenschaftlichen Fakultät federführend. Die Studiengänge sind 2018 erfolgreich über die ASIIN akkreditiert worden.  

  • Qualifikationsziele
    • eine breite Fachausbildung in Biochemie, Molekularbiologie und Chemie (Allgemeine und Anorganische Chemie, Organische und Physikalische Chemie) sowie die Kenntnis der relevanten Grundlagen in Mathematik, Physik und Biologie
    • die Befähigung zur Anwendung chemischer, biochemischer, molekularbiologischer und bioinformatischer Methoden
    • die Einbeziehung der multizellulären Organisation der Lebewesen sowie deren hierarchischer und kompartimentierter Organisation und evolutionären Entstehung in die Untersuchungen

    Absolventinnen / Absolventen des Bachelorstudiengangs Biochemie sind in der Lage

    • Versuchsabläufe zu planen und unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen innerhalb eines Zeitkorridors zu organisieren
    • Methoden der Chemie und Biochemie anzuwenden und deren Hintergründe wiederzugeben sowie zu erläutern
    • Lösungen begrenzter Probleme mit wissenschaftlichen Methoden zu erarbeiten
    • Resultate sachgerecht und in ansprechender Form darzustellen und im Zusammenhang mit der relevanten, aktuellen Literatur einzuordnen
    • Versuchsergebnisse zu interpretieren und Schlussfolgerungen zu ziehen
    • aktuelle Entwicklungen in der Methodik zu verstehen und diese in der Versuchs- und Arbeitsplanung anzuwenden


    Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Biochemie können sowohl eine berufliche Tätigkeit aufnehmen, als auch Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten in einem wissenschaftlichen Masterstudiengang vertiefen.

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STUDIENORGANISATION

 

Der Studiengang ist modular aufgebaut: Thematisch und zeitlich zusammenhängende Lehrveranstaltungen, wie Vorlesungen, Seminare, Experimentelle Übungen oder Praktika, sind zu einem Modul zusammengefasst. Den Modulen werden Leistungspunkte (LP) gemäß dem European Credit Transfer System (ECTS) zugeordnet.
Leistungspunkte geben den durchschnittlich zeitlichen Studieraufwand  für die Präsenzzeit, Selbststudium und Prüfungsvorbereitung wieder, der zum Bestehen des Moduls notwendig ist. Das Bachelorstudium umfasst insgesamt 180 Leistungspunkte. Es besteht aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen.

Modulhandbuch

Biochemie (B. Sc.)

Neben den Pflichtmodulen werden im Bachelor Biochemie Leistungspunkte (LP) in einem freien Wahlbereich erbracht; dieser kann aus mehreren Modulen zusammengesetzt sein. Insgesamt müssen im Verlauf des Studiums 17 LP im Wahlbereich erbracht werden.
Es können Module aus dem Angebot der Leibniz Universität, der Tierärztlichen Hochschule und der Medizinischen Hochschule sowie – auf Antrag an den Prüfungsausschuss – externe Module gewählt werden, sofern auch die jeweiligen Dozierenden zustimmen.

  • Beispiele für Module im Wahlbereich

    Mögliche Bestandteile des Wahlbereichs im Bachelor Biochemie sind unter anderem:

    • Angebote der Wirtschaftswissenschaften (Leibniz Universität)
    • Angebote des Zentrums für Schlüsselkompetenzen (Leibniz Universität)
    • Teilmodul BCB W 03 „Isotopenkurs“ (BCM WP 06)
    • Teilmodul BCB W 04 „Bioethik“
    • Teilmodul BCB W 06 „Spezielle Computeranwendungen in der Chemie 1“
    • Teilmodul BCB W 08 „Neurobiologie“
    • Teilmodul BCB W 09 „Pflanzenbiochemie“
    • Teilmodul BCB W 11 „Virologie“
    • Teilmodul BCB W 12 „Lebensmittelchemie“
    • Teilmodul BCB W 13 „Fremdsprachen“ 
    • Teilmodul BCB W 14 „Spezielles Recht für Chemiker“
    • Teilmodul BCB W 15 „Toxikologie“
    • Teilmodul BCB W 18 „Industriepraktikum“
    • Teilmodul BCB W 19a „Mikrobiologie-Vertiefung TiHo“
    • Teilmodul BCB W 19b „Mikrobiologie-Vertiefung LUH“
    • Teilmodul BCB W 20 „Forschungspraktikum“
    • Teilmodul BCB W 21 „Lehrpraktikum“
    • Teilmodul BCB W 22 „Einführung in die Immunologie“
    • Teilmodul BCB W 23 „Proteine von Mikroorganismen“
    • Teilmodul BCB W 24 „Molekulare Medizin“
    • Teilmodul BCB W 27 „Industrielle Chemie“
    • Teilmodul BCB W 28 „Proteinchemie“
    • Teilmodul BCB W 29 „Organische Chemie III“
    • Teilmodul BCB W 30 „Theoretische Chemie“
    • Teilmodul BCB W 31 „Elektrochemie“
    • Teilmodul BCM WP 47 „Biochemie und Molekularbiologie von Krebserkrankungen 1“
    • Teilmodul BCM WP 48 „Biochemie und Molekularbiologie von Krebserkrankungen 2“

Stundenplan und Semesterplanung

SOMMERSEMESTER 2020

Mobilität – Studieren im Ausland

Der Bachelorstudiengang Biochemie bietet grundsätzlich zwischen dem 5. und 6. Fachsemester ein Mobilitätsfenster.

In der Regel wird im 4. Fachsemester eine Informationsveranstaltung zu den Rahmenbedingungen von möglichen Auslandsaufenthalten angeboten. Auf der Basis dieser Informationen erfolgen dann individuelle Studienberatungen durch den Studienkoordinator.

Studienabschluss

Und jetzt? Möglichkeiten nach dem Studium

FORMALIA UND REGULARIEN

Die Regelungen zum Ablauf eines Studiengangs und zu Prüfungen werden in der Prüfungsordnung (PO) beschrieben und rechtsverbindlich festgelegt. Die PO regelt die Prüfungsanforderungen und das -verfahren. Sie gibt vor, in welchen Modulen Prüfungs- und Studienleistungen zu erbringen sind sowie die Anzahl und Art der Prüfungen.
Darüber hinaus enthält sie Vorgaben für die Bearbeitungszeit von Abschlussarbeiten. In der PO ist festgelegt, welche Angaben bei der Meldung zur Prüfung zu machen sind, ob und ggf. welche Nachweise vorzulegen, innerhalb welcher Frist Wiederholungsprüfungen durchzuführen sind und wie im Fall eines Prüfungsversäumnisses zu verfahren ist.

Prüfungen: Termine, Anmeldung und Informationen

Zum Abschluss eines Moduls müssen studienbegleitend Prüfungen abgelegt werden. In der Regel erfolgt Anmeldung zu Prüfungsleistungen  während des Anmeldezeitraums online beim Akademischen Prüfungsamt.

Studierende entscheiden selbstständig, welche und wie viele Prüfungen sie in einem Semester anmelden und absolvieren. Es ist empfehlenswert, die Prüfungen zu den im Modulkatalog angegebenen Terminen abzulegen.

Ansprechpartner in Prüfungsangelegenheiten

Studiengangskoordination und Fachberatung

Dr. Gustav Meyer
Adresse
Carl-Neuberg-Str. 1 / OE 4310
30625 Hannover
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Carl-Neuberg-Str. 1 / OE 4310
30625 Hannover
Je nach Fragestellung stehen Ihnen verschiedene Personen mit Rat und Tat zur Seite: