• Zielgruppen
  • Suche
 

Ziele und Maßnahmen

Ziele

Erhöhung des Anteils von Frauen in den Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind

Es gilt, vor allem auf der Ebene der Professuren und Führungskräfte, die Anzahl von Frauen zu erhöhen. Die Naturwissenschaftliche Fakultät schließt sich hier den Zielen der Leibniz Universität Hannover an. Bei der Besetzung werden prozentuale Anteile von mindestens 20% der W3-Professuren durch Frauen, von 25% der W2-Professuren und von 40% der W1-Professuren bis 2015 angestrebt.

Maßnahmen

Chancengleichheit, Karriere und Familie

Wichtige Faktoren erfolgreicher Nachwuchsförderung in der Wissenschaft sind die Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie die Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Chancengleichheit ist in vielen Forschungsbereichen der Naturwissenschaftlichen Fakultät sowohl bei Studierenden als auch bei Promovierenden weitestgehend gegeben, was die etwa gleiche Geschlechterverteilung bei Studienabschlüssen und Promotionen anschaulich belegt.

Jedoch nimmt der Anteil von Frauen auf der Leitungsebene und bei den Professuren immer weiter ab, obwohl sich der konstant hohe Anteil von weiblichen Promovierenden schon seit mehr als zwei Jahrzehnten beobachten lässt. Hier hat es sich die Fakultätsleitung zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit allen Fakultätsangehörigen Maßnahmen für eine Gleichstellung von Männern und Frauen auf möglichst allen Ebenen zu schaffen. Weiterhin soll für eine kulturelle Verschiedenheit (im folgenden Gender und Diversity) an der Fakultät gesorgt werden. Von der Diversität der Menschen unterschiedlicher nationaler und kultureller Herkunft, unterschiedlicher Ausbildungswege, Erfahrungen und Karrierewege und unterschiedlichen Alters und Geschlechts können die international agierende Forschung und Lehre an der Naturwissenschaftlichen Fakultät nur profitieren.

Außerordentlich wichtig ist es, familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, die eine Vereinbarkeit von Karriere und Familie erlauben - auch im Hinblick auf die internationale Attraktivität der Fakultät . Hier steht eine verlässliche, flexible, attraktive und dennoch kostengünstige Kinderbetreuung im Vordergrund. Die gerade neu eröffnete Kindertagesstätte "Leibniz-Kids" befindet sich direkt auf dem Campus Herrenhausen. Hier muss jedoch die Anzahl der Betreuungsplätze erhöht werden, um mehr Eltern eine verlässliche, campusnahe Betreuung bieten zu können.

Ausbau von Gender- und Diversity-Aspekten

Im Zusammenhang mit der geplanten Internationalisierung, mit Weiterbildungsangeboten und Lehrerbildung, ist in allen Bereichen ein Ausbau von Aspekten zu Gender und Diversity in der Fakultät vorgesehen. Von der aus Mitteln der LUH und der Naturwissenschaftlichen Fakultät eingerichteten Gastprofessur für Gender und Diversity, die Dr. Markus Prechtl für ein Jahr angetreten hatte, sind wichtige Impulse für ein Genderbewusstsein bei Studierenden ausgegangen.

Durch Einbindung von Prof. Prechtl in Pflichtlehrveranstaltungen der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten in der Lehrer- und Lehrerinnenausbildung und in ein Berufsfelderkundungsseminar im M. Sc. Soft Skill-Bereich konnte bei vielen Studierenden eine Sensibilisierung für Genderfragen erreicht werden. Das Diskutieren von Themen wie z.B. Attribution, Stereotypen und Vorbilder hilft Studierenden, eigene Karriereschritte realistisch zu planen. Zur Verstetigung dieser Ansätze sind für alle Masterstudiengänge und Promotionsstudiengänge Veranstaltungen mit ähnlichen Inhalten geplant, die über Lehraufträge oder/und Lehrimporte organisiert werden können. Als fakultätsbezogene Weiterbildungsmaßnahme soll alljährlich ein Gender und Diversity-Tag stattfinden.

Mentoring

Mentoring hat sich als ein sehr wirksames Instrument für die Karriereentwicklung und –planung auf verschiedenen Stufen entwickelt. Für alle Studierenden können derartige regelmäßige Treffen zu einer besseren Orientierung während des Studiums beitragen und möglicherweise auch Entscheidungshilfen für die Zukunft geben. Gerade Studentinnen zweifeln während des Studiums oft an ihren Fähigkeiten, und können vom Mentoring-Programm des zentralen Gleichstellungsbüros profitieren.

Schon während des Studiums sollten herausragende Studentinnen ermutigt werden, eine Position in den Statusgruppen, in denen sie unterrepräsentiert sind, anzustreben z.B. durch die Ausschreibung von speziellen Förderpreisen für Frauen. Es werden bereits diejenigen eines Jahrganges mit den besten Abschlüssen prämiert. Interessanterweise handelt es sich bei den Prämierten vielfach um Frauen.