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Forschungsinitiative Scientific Center for International Horticulture (SCIH)

Gartenbauliche Produktion ist ein Wirtschaftszweig mit hoher Wertschöpfung und starker internationaler Verflechtung. Aufgrund der hohen Vielfalt an Kulturen mit unterschiedlichen und zum Teil hochintensiven Produktionstechnologien, aber auch zahllosen Abhängigkeiten von variablen ökonomischen sowie natürlichen Umweltfaktoren weisen gartenbauliche Produktionssysteme im Vergleich zu landwirtschaftlichen einen hohen Grad an Komplexität auf. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen besteht hoher Bedarf an systemorientierter gartenbauwissenschaftlicher Forschung und Lehre.

Die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen für die gartenbauliche Produktion resultieren aus den zu erwartenden wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklungen, insbesondere der wirtschaftlichen Globalisierung mit verstärktem internationalen Wettbewerb, der globalen Ernährungssicherung, der zunehmenden Knappheit an Ressourcen, insbesondere Energie, sowie den globalen Klimaveränderungen und nicht zuletzt den steigenden Ansprüchen der Verbraucher an Produktqualität und –sicherheit. Daraus ergeben sich vier Themenbereiche, die in der Forschungsinitiative Scientific Center for International Horticulture (SCIH) bearbeitet werden:

  1. Analyse und Optimierung gartenbaulicher Wertschöpfungsketten
  2. Analyse und Nutzung der ökologischen und ernährungsphysiologischen Potentiale afrikanischer Gemüsearten
  3. Auswirkungen globaler Klimaveränderungen auf die gartenbauliche Produktion
  4. Erhöhung der Energieeffizienz im Gartenbau

Die Forschungsinitiative koordiniert außerdem das Netzwerk „WeGa – Wertschöpfungskette Gartenbau“, welches Forschungs- und Nachwuchsförderung im Bereich der hochintensiven Pflanzenproduktion bundesweit bündelt. Hierzu wurden universitäre und außeruniversitäre Partner zusammengeführt, deren Forschungsprojekte pflanzenbauliche Fragestellungen sowie Wertschöpfungs- und Entwicklungsaspekte behandeln, die sowohl für die „grüne Branche“ in Norddeutschland als auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland wichtig sind.

Ein weiteres neu etabliertes Verbundprojekt des SCIH ist HORTINLEA („Diversifying Food Systems: Learning and Innovation in Horticultural Value Chains to Improve the Livelihood Situation of Rural Poor in Kenya, Ethiopia and Tanzania). In diesem von der Humboldt Universität Berlin koordinierten Projekt geht es um die Entwicklung und Verbesserung einheimischer afrikanischer Kulturpflanzen mit dem Ziel der allgemeinen Verbesserung der Nahrungsmittelversorgung in drei afrikanischen Ländern.