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Exzellenzcluster mit Beteiligung der Naturwissenschaftlichen Fakultät

 

In der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wird mit dem Instrument der Exzellenzcluster die universitäre Spitzenforschung gefördert. Unter Beteiligung der Naturwissenschaftlichen Fakultät bestehen bereits zwei Cluster, und auch in der aktuellen Antragsrunde der Leibniz Universität sind unsere Forscher aktiv:

Hearing4all – Exzellenzcluster zu Hördiagnostik und Hörhilfen

Hören für alle: So lautet das Ziel des interdisziplinären, auf fünf Jahre angelegten Verbundprojekts Hearing4all. In der deutschen Bevölkerung leiden 18 Prozent – darunter mehr als die Hälfte der über 65-Jährigen – an einem behandlungsbedürftigen Hörverlust. Durch optimierte individualisierte Hör-Diagnostik und der Versorgung mit persönlichen Hörhilfen wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Kommunikationssituation der Betroffenen entscheidend verbessern, sei es bei der Arbeit, im Verkehr oder zuhause.Das Exzellenzcluster Hearing4all wurde im Jahre 2012 eingerichtet.

Die Federführung dieses wissenschaftlichen Zusammenschlusses rund um das Thema Hören hat die Universität Oldenburg inne, die den erfolgreichen Antrag gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz Universität Hannover stellte.

Die Aufgaben der Leibniz Universität Hannover liegen einerseits im Bereich der Mikroelektronik: Die Umsetzung höchst anspruchsvoller Algorithmen der digitalen Audiosignalverarbeitung mit Sprecher-Lokalisierung, auditorischer Szenen-Klassifikation etc..
Andererseits werden Prozessorarchitekturen benötigt, die mit extrem limitiertem Verlustleistungsbudget auskommen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, werden leistungsfähige und verlustleistungsarme Prozessoren mit modernster Halbleiter-Technologie konzeptioniert und implementiert.

Im Bereich der Chemie werden unter anderem Dekorierungstechniken für Cochlea-Implantate von der Gruppe Prof. Behrens entwickelt, die zu einer lokalen und von außen steuerbaren lokalen Wirkstoff-Freisetzung im Innenohr verwendet werden können.
Zum Einsatz kommen hier auch moderne optogenetische Methoden zur Triggerung dieser Wirkstoff-Freisetzung.

REBIRTH – Grundlagenforschung im Exzellenzcluster

Eine integrale Säule für die an der Leibniz Universität Hannover etablierte Forschungslinie „Biomedizinforschung und -technik“ ist der seit 2006 etablierte Exzellenzcluster Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruierender Therapie (EXC 62, REBIRTH). Getragen wird dieser von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Leibniz Universität Hannover und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.

In REBIRTH werden interaktive Grundlagenprojekte behandelt, um zelluläre und molekulare Mediatoren zur Stimulation regenerativer Prozesse zu identifizieren. Das hochinterdisziplinäre Konsortium bearbeitet Mechanismen zur Kontrolle der epigenetischen Programmierung, Zellexpansion, Differenzierung, Migration, Organogenese und krankheitsabhängigen Regeneration.
Diese medizinischen Fragestellungen werden durch naturwissenschaftliche und technische Methoden und Konzepte aus den Bereichen Biomedizintechnik, Chemie und Wirkstoffforschung, Material- und Nanowissenschaften, Laseroptik und Biomechanik unterfüttert, die vor allem an der Leibniz Universität Hannover angesiedelt sind.

Die Naturwissenschaftliche Fakultät ist über die Chemie mit den Arbeitsgruppen Kirschning/Dräger und Scheper/Rinas an REBIRTH mit folgenden Beiträgen beteiligt:

  • Entwicklung von biokompatiblen Polymermatrices als Materialien für das „Tissue Engineering“
  • Funktionalisierung von biomedizinischen Materialien und Implantatoberflächen mit Wirkstoffen u. a. für die Zelladhäsion und die Inhibierung bakterieller Biofilme
  • Entwicklung von neuen Konzepten für das „Drug Delivery“ und das „Drug Release“
  • Bioprozessentwicklung und Biosensorik für die Regenerationsmedizin

Neben der Naturwissenschaftlichen Fakultät partizipieren das Laser Zentrum Hannover e. V. (Prof. B. Chichkov und Prof. A. Heisterkamp) mit nanomedizinischen und biophotonischen Themen sowie Laserdrucktechniken.