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Internationale Zusammenarbeit: Promotion mit Doppelabschluss im Rahmen des Dual Doctorate Programme

Internationale Zusammenarbeit: Promotion mit Doppelabschluss im Rahmen des Dual Doctorate Programme

Frau Katharina Urmann hat ihre Doktorprüfung mit der Note „ausgezeichnet“ bestanden und bekommt den Titel „Dr. rer. nat." von der Leibniz Universität Hannover sowie den „Doctor of Philosophy (PhD)" vom Technion, Israel Institute of Technology in Haifa, verliehen.

Die Idee für das Dual Doctorate Programme entstand 2012 während eines sechsmonatigen Studienaufenthaltes am Technion, wo Frau Urmann ihre Masterarbeit im Studienfach Life Science anfertigte.

Dieses Programm, auch für die Leibniz Universität Hannover ein Debüt, stützt sich auf eine langjährige Partnerschaft: Die Zusammenarbeit der Naturwissenschaftlichen Fakultät mit dem Technion für das Studienfach Life Science besteht bereits seit 2006. Mit Unterstützung durch die jüdischen Gemeinden Niedersachsens, die Industrie und die Universitätsgesellschaft der Leibniz Universität Hannover haben bereits 55 Studierende aus Hannover vier bis sechs Wochen am Technion in Haifa oder an der Hebrew University in Jerusalem verbracht. Aus Israel waren bislang dreizehn Studierende zu Gast in Hannover.

Die Doktorprüfung wurde nach den Regularien beider Promotionsordnungen abgehalten. Prüfer waren Frau Prof. Ester Segal, Doktormutter vom Technion, Prof. Thomas Scheper, Doktorvater vom Institut für Technische Chemie an der Leibniz Universität Hannover, sowie Prof. Detlef Bahnemann vom TCI und Prof. Shimshon Belkin von der Hebräischen Universität Jerusalem.
Frau Urmann hat ihre Promotionsarbeit mit dem Titel „Aptamer-based optical biosensors“, auf Basis eines gemeinsamen DFG-Projektes, zu 50 % in Israel und zu 50 % in Deutschland absolviert und wird nun als Postdoktorandin an das California Institute of Technology nach Pasadena gehen.

Aus ihrer Doktorarbeit sind bereits fünf Publikationen hervorgegangen. Unter anderem entwickelte sie einen einfachen, aber hochsensitiven Biosensor zur Bestimmung der Keimbelastung in Lebensmitteln oder der Umwelt. Der Sensor basiert auf einem einfachen porösen Siliciumsystem, auf dem biologische Komponenten (ähnlich zu Antikörpern), die Aptamere, untergebracht sind. Der Sensor ist schnell, braucht nur eine einfache Lichtquelle und ist hochselektiv.

Die Naturwissenschaftliche Fakultät gratuliert Frau Urmann zu dieser hervorragenden Leistung.