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Auslandssemester in Cork: Von Irlands Schönheit und persönlichem Wachstum

Auslandssemester in Cork: Von Irlands Schönheit und persönlichem Wachstum

Irland macht ihrem Beinamen als „grüne Insel“ alle Ehre. Foto: Luka Hurrelberg

Luka absolvierte im Rahmen ihres Masterstudiums der Molekularen Mikrobiologie einen Auslandsaufenthalt in Cork (Irland), wo sie ihr Fachwissen in der Mikrobiologie erweiterte und ihre Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben auf Englisch vertiefte.


Ich habe von September 2025 bis Ende Dezember 2025 ein Auslandssemester in Cork gemacht. Im Vorjahr fanden bereits Informationsveranstaltungen statt und im Januar war die erste Bewerbungsfrist für die Online-Bewerbung bei Erasmus+. Der gesamte Prozess ist etwas unübersichtlich, aber die Informationen auf der Website der LUH waren hilfreich und die Ansprechpersonen beider Universitäten halfen mir bei Fragen schnell weiter.

Vorbereitung
Ich habe mich für Irland entschieden, weil ich nach einem Platz in einem englischsprachigen Land gesucht habe und die University College Cork ein großes Angebot im Bereich Mikrobiologie hat. Im Frühjahr 2025 bekam ich die Rückmeldung, dass ich den Platz von der LUH habe, und es folgte die Bewerbung bei der Gastuniversität. Für die Modulwahl habe ich nach der Annahme in Cork einen Link erhalten, über den ich alle Module, die man als Visiting Student wählen kann, sehen konnte. Bei der Wahl ist es wichtig, neben der Modulbeschreibung auch auf den Modulcode zu achten, da dieser das Jahr angibt, für das ein Modul vorgesehen ist. Außerdem folgten noch einige Online-Informationsveranstaltungen der Gastuniversität, die wöchentlich stattfanden und sehr hilfreich waren. Es wurden unter anderem die Modulwahl, Jobmöglichkeiten, das Leben in Cork, die Wohnungssuche und weitere Themen besprochen.

Ankommen und Kurswahl
Das Wohnen in Cork ist sehr teuer und dadurch nicht so einfach. Es gibt Wohnheime, die teilweise von der Gastuniversität vermittelt werden. Das bedeutet nicht, dass man ein günstiges Angebot bekommt. Es lohnt sich aber, in der Stadt unterzukommen, da die Busse nicht besonders zuverlässig sind. Ich habe einen Platz in einem der Wohnheime bekommen. Damit hatte ich Glück, frühzeitig eine Unterkunft sicher zu haben, musste aber leider auch viel bezahlen. Einige Studierende haben in WGs oder privaten Zimmern gewohnt und dadurch Geld gespart. Dabei muss man allerdings sehr aufpassen, nicht von falschen Angeboten getäuscht zu werden. Die Gastuniversität klärt in den wöchentlichen Infoveranstaltungen auch über diese Themen auf. Jedoch finden diese verhältnismäßig spät statt und lassen wenig Zeit, noch etwas zu finden.
Nach Ankunft finden in der ersten Woche Orientierungsveranstaltungen statt. Dabei wird über die finale Modulwahl, die Uni, das Leben in Cork und Clubs und Societies der Uni gesprochen. Vorlesungen beginnen in der Woche darauf. Ich habe vier Module gewählt, darunter drei Module im mikrobiologischen Bereich und ein Modul Englisch, „Advanced English for Academic Study (C1 – Level = Lower advanced)“. In dem Kurs liegt der Fokus auf dem Schreiben akademischer Texte und der Verbesserung der mündlichen Fähigkeiten in akademischen Vorträgen und Diskussionen. Zusätzlich bin ich dem Mountaineering Club der Uni beigetreten und habe am Wochenende an Wanderungen teilgenommen. Dadurch habe ich nicht nur Cork und die unmittelbare Umgebung gesehen, sondern auch die schöne Natur benachbarter Counties kennengelernt. Ansonsten haben alle Studierenden Zugang zur Mardyke Arena, die mit einem Fitnessstudio, Sporthallen, einem Schwimmbad und einer Kletterhalle ausgestattet ist.
Man kann ohne viel Aufwand Ausflüge in nahegelegene kleine Küstenstädte wie Cobh oder Kinsale machen. Da Irland sehr klein ist, kommt man auch in kurzer Zeit mit der Bahn nach Dublin und kann dort mal ein Wochenende verbringen.

Fazit
Auch außerhalb der Uni hat die Stadt Cork viel zu bieten. Es gibt viele gute Restaurants, darunter auch eine Markthalle, den English Market. Ansonsten habe ich in meiner Freizeit zum Beispiel zusammen mit meinen Mitbewohnerinnen einen Töpferkurs gemacht, Vintage-Kleidungs- und Bücherläden durchstöbert oder Kaffee getrunken in einem der schönen Cafés. Es gibt also auch schöne Freizeitaktivitäten in Cork, die nicht zu teuer sind. Einkaufen kann man gut bei Tesco oder Lidl.
Insgesamt war es für mich eine sehr gute Entscheidung, nach Cork zu gehen, da Irland ein wunderschönes Land ist, das ich ansonsten vielleicht nicht so kennengelernt hätte. Zusätzlich wurden mir neue Perspektiven aufgezeigt, da die Institute der Gastuniversität andere Schwerpunkte als die der LUH haben. Die beste Erfahrung war für mich das Leben und Studieren in einem anderen Land sowie das Kennenlernen der beeindruckenden Natur und Kultur Irlands. Als größte Herausforderung empfand ich die schwierige Wohnungssuche und die hohen Wohnkosten.