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Molekulare und Angewandte Pflanzenwissenschaften (B. Sc.)

Molekulare und Angewandte Pflanzenwissenschaften (B. Sc.)

Am Studium interessiert? Einstiegsinfos und Bewerbung

Das Studium ist als Vollzeitstudium konzipiert und dauert in der Regel drei Jahre.

Im Grundstudium erhalten Sie zunächst über vier Semester eine solide Grundausbildung in den molekularen und angewandten Pflanzenwissenschaften, ohne dass wesentliche Lerninhalte der übrigen Biologie und grundlegender naturwissenschaftlicher Wissensgebiete, wie zum Beispiel Mikrobiologie, Zoologie, Anorganische/Organische Chemie, Physik und Mathematik vernachlässigt werden. Auch im Bereich berufsrelevanter Schlüsselqualifikationen und Softskills werden Sie im Grundstudium Ihre Kompetenzen  erweitern. Anschließend entscheiden Sie sich im letzten Studienjahr für eine der beiden Vertiefungsrichtungen des Studiums (Majors):

Im Major Pflanzenbiotechnologie fokussieren Sie Ihr Studium auf überwiegend grundlagenwissenschaftlichen molekularen Aspekte der Pflanzenwissenschaften.

Im Major Gartenbauwissenschaften werden Sie sich hingegen vertieft mit angewandten, gartenbaulichen Aspekten der modernen Pflanzenwissenschaften befassen.

Im gewählten Major ist ein großes Vertiefungsmodul im Hinblick auf die Bachelorarbeit zu absolvieren entweder als Forschungspraktikum oder als theoretische Abhandlung. Abgeschlossen wird das Studium nach erfolgreicher Erstellung und Präsentation der Bachelorarbeit mit dem akademischen Grad Bachelor of Science (B. Sc.) Molekulare und Angewandte Pflanzenwissenschaften.

  • Major Gartenbauwissenschaften

    Im Major Gartenbauwissenschaften erhalten Sie neben zellbiologischen, molekulargenetischen sowie molekularbiologischen Ausbildungsinhalten ein grundlegendes Verständnis für pflanzliche Wachstums- und Entwicklungsprozesse und deren Nutzung in gartenbaulichen Anbausystemen. Damit deckt die Ausbildung pflanzenphysiologische Aspekte auf verschiedenen Skalen ab, beginnend bei subzellulären Prozessen über die Ebenen der Zellen, der Organe, der Pflanze und des Bestandes bis hin zum Ökosystem.
    Die Studierenden gewinnen vertiefte Einblicke in die gartenbauliche Produktion (Gemüse, Obst, Baumschule und Zierpflanzen) und deren technischen sowie ökonomischen Grundlagen und Prinzipien der Nachhaltigkeit. Fächer wie Pflanzenzüchtung, Phytomedizin, Pflanzenernährung und Biostatistik liefern wichtige weitere Inhalte für das Verständnis und die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse. Die Breite der Ausbildung macht die Absolventinnen und Absolventen zu vielseitig einsetzbaren, verschiedene Disziplinen verbindenden Mitarbeitenden in Wissenschaft und Praxis. Zugleich eröffnet sie auch einen sehr guten Übergang in die konsekutiven Masterstudiengänge International Horticulture oder Pflanzenbiotechnologie an der Leibniz Universität Hannover.

  • Major Pflanzenbiotechnologie

    Im Major Pflanzenbiotechnologie präsentiert das Wahlpflicht-Modulangebot den hochaktuellen Forschungszweig der molekularen und angewandten Pflanzenbiotechnologie. Vertieft werden insbesondere relevante Inhalte der Pflanzengenetik und Pflanzenphysiologie in Verbindung mit pflanzlicher Molekular- und Zellbiologie.
    Pflanzenbiotechnologie umfasst die Entwicklung, Optimierung und Nutzung biotechnologischer Verfahren zur Innovation und Effizienzsteigerung pflanzlicher Produktion. Sie eröffnet zusätzlich neue Möglichkeiten einer verbesserten Nachhaltigkeit in der Pflanzenproduktion. Moderne Methoden der Pflanzengenomforschung und -biotechnologie einschließlich der relevanten Bioinformatik sind integraler Bestandteil vieler Wahlpflicht-Module bzw. werden als eigenständige Module angeboten. Basierend auf den Pflichtmodulen in den ersten vier Semestern wirkt der Major Pflanzenbiotechnologie somit profilschärfend und legt die Basis für einen optimalen Übergang in den anschließenden Masterstudiengang M. Sc. Pflanzenbiotechnologie.

  • Qualifikationsziele

    Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs B. Sc. MAP
    sind in der Lage,

    • Pflanzen in ihrer Komplexität als lebende Systeme naturwissenschaftlich zu beschreiben, zu erklären und zu analysieren.
    • experimentelle Methoden und Techniken im Labor operativ präzise und verständig einzusetzen.
    • für die Bearbeitung wohlstrukturierter Fragestellungen genetische, molekulare und biochemische Untersuchungen an Pflanzen durchzuführen und wissenschaftlich auszuwerten.
    • einschlägige Relevanzfaktoren der Pflanzenproduktion zu untersuchen und wissenschaftlich auszuwerten.
    • Anbaubedingungen von Nutzpflanzen kriterienorientiert (nachhaltig, ökonomisch, ökologisch) zu gestalten und laufende Produktionssysteme zu steuern.
    • sich selbständig disziplinäre Themenfelder zu erschließen und an Anwendungsgebiete sachkundig anzuknüpfen.

STUDIENORGANISATION

Der Studiengang ist modular aufgebaut: Thematisch und zeitlich zusammenhängende Lehrveranstaltungen, wie Vorlesungen, Seminare, Experimentelle Übungen oder Praktika, sind zu einem Modul zusammengefasst. Den Modulen werden Leistungspunkte (LP) gemäß dem European Credit Transfer System (ECTS) zugeordnet.
Leistungspunkte geben den durchschnittlich zeitlichen Studieraufwand  für die Präsenzzeit, Selbststudium und Prüfungsvorbereitung wieder, der zum Bestehen des Moduls notwendig ist. Ein LP wird für einen durchschnittlichen Arbeitsaufwand von 30 Stunden vergeben. In einem Semester werden in der Regel 30 LP erworben.

Das Bachelorstudium umfasst insgesamt 180 Leistungspunkte. Es besteht aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen.

Modulhandbuch

Molekulare und Angewandte Pflanzenwissenschaften (B. Sc.)

Im Modulhandbuch finden Sie zuvorderst eine Übersichtsliste über das gesamte Modulangebot des Bachelorstudiengangs Molekulare und Angewandte Pflanzenwissenschaften. Anschließend werden alle Module einzeln beschrieben.

  • Informationen in den Modulbeschreibungen

    In den Modulbeschreibungen erhalten Sie Informationen,

    • welchen Titel die Module tragen
    • welche Arbeitszeit sie in das Modul investieren müssen: Angabe in Leistungspunkten sowie einer Aufschlüsselung des Studieraufwands in Präsenzzeit und Selbststudium (Vor- und Nachbereitungszeit inklusive Vorbereitungszeit für Prüfungen und Studienleistungen)
    • in welchem Fachsemester die Module jeweils absolviert werden sollten
    • aus welchen Lehrveranstaltungen die Module bestehen (Vorlesung, Übung, Seminar etc.)
    • welche Prüfungs- und Studienleistungen zum Bestehen der Module jeweils erforderlich sind
    • welche Kompetenzen Sie in den Modulen erwerben sollen
    • welche Inhalte in den Modulen behandelt werden
    • welche Fachliteratur Sie jeweils im Selbststudium nutzen sollten
  • Was ist der Wahlpflicht-Bereich der Schlüsselqualifikationen?

    Überfachliche Schlüsselkompetenzen, wie z.B. Teamarbeit, Präsentationstechniken und -methoden, werden zwar auch integrativ in allen fachspezifischen Modulen des Studiengangs erworben, jedoch werden im Wahlpflicht-Bereich Schlüsselqualifikationen weitere karriererelevante Möglichkeiten der Kompetenzerweiterung angeboten.

    Hierzu gehören zum Beispiel Angebote im Bereich Unternehmerisches Denken und Handeln/Entrepreneurship, Fremdsprachenkenntnisse, wissenschaftliches Arbeiten und Dokumentieren, Technikrecht I und Ethik.

     

    Insgesamt sind 12 LP aus dem Wahlpflichtbereich Schlüsselqualifikationen in die Bachelorprüfung einzubringen.

    • Wahlpflichtmodul-Beschreibungen des Bereichs Schlüsselqualifikationen
    • SK 6: Praktikumsordnung zum Wahlpflichtmodul "Jobpraktikum"
    • SK7: Formular für Leistungsbescheinigung

     

    Es können auch Angebote außerhalb des Modulhandbuchs eingebracht werden. Über die Anerkennung entscheidet nach individueller Antragsstellung der Prüfungsausschuss. Der Antrag muss gestellt werden, bevor das jeweilige Modul belegt und absolviert wird.

Stundenplan und Semesterplanung

Mobilität – Studieren im Ausland

Durch Kooperationen mit ausländischen Hochschulen sind längere Studienaufenthalte von bis maximal zwei Semestern im Ausland möglich, zum Beispiel im Rahmen des Erasmusprogramms der EU.

Für einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt während des MAP B. Sc. ist im Studienverlaufsplan das Mobilitätsfenster im letzten Studienjahr vorgesehen.

  • Erläuterung zum Auslandsaufenthalt

    Um eine unnötige Studienzeitverlängerung zu vermeiden und die Anrechnung der im Ausland erworbenen Prüfungs- und Studienleistungen reibungslos zu gewährleisten, gehen Sie bitte bei der Planung vor wie folgt:

    • rechtzeitig mit der Planung des Auslandsaufenthalts beginnen (ca 18 Monate vorher)
    • Beratung beim Hochschulbüro für Internationales nutzen: Das Hochschulbüro für Internationales bietet dafür umfangreiche Unterlagen, Beratungsangebote und Checklisten zur Verfügung.
    • Beratung bei Studiengangskoordination/Fachberatung des BSc MAP und beim zuständigen Auslandskoordinator der Pflanzenwissenschaften
    • Learning agreement erarbeiten mit dem Auslandsbeauftragten und abschließen
  • Auslandsbeauftragte: Zuständigkeiten und Kontaktdaten

Studienabschluss

  • Bachelorarbeit

    Die Bachelorarbeit ist eine unter Anleitung durchgeführte theoretische oder experimentelle Arbeit mit einem Zeitaufwand von 360 Stunden (Zeitäquivalent von 9 Wochen) und entspricht 12 Leistungspunkten. In der Regel wird das 3. Studienjahr (Vertiefungsstudium) von den Studierenden zur Anfertigung der Bachelorarbeit genutzt.

    Der Bearbeitungszeitraum ab der Anmeldung beim Akademischen Prüfungsamt beträgt 8 Monate bis zur Abgabe der Bachelorarbeit in schriftlicher und elektronischer Form beim Erstprüfer.

    Für die Zulassung zur Bachelorabeit müssen im Rahmen der Bachelorprüfung mindestens 90 Leistungspunkte im Pflichtbereich mit allen Pflichtmodulen des ersten und zweiten Semesters erworben sein.

    Verlängerung der Bearbeitungszeit

    für die Verlängerung der Bearbeitungszeit der Abschlussarbeit gilt folgender Ablauf:

    1. Sie stellen einen schriftlichen Antrag  beim Akademischen Prüfungsamt, aus dem eindeutig hervorgeht bis wann und weshalb eine Verlängerung benötigt wird. Bitte immer ein konkretes Datum angeben (Beispiel: bis zum 01.09.2020). Bitte immer Gründe für die Verlängerung angeben (Beispiel: die Laborarbeiten mussten auf Grund der Quarantäne für zwei Wochen unterbrochen werden).

    2. Für den Antrag gibt es kein Formular. Bitte frei formulieren und unbedingt unterschreiben.

    3. Bitte lassen Sie Ihren Antrag vom Ihrem Erstbetreuer / Ihrer Erstbetreuerin folgendermaßen abzeichnen: "Der Antrag wird befürwortet. Datum. Unterschrift"

    4. Reichen Sie den unterschriebenen Antrag bei Frau Wiebke Franke im Prüfungsamt ein. Während Corona-Zeiten kann der Antrag vorab per E-Mail eingereicht werden.

    5. Die Verlängerung wird im QIS vermerkt. Darüber hinaus erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid vom Prüfungsamt, dass Ihrem Antrag stattgegeben wurde. Erst mit dem Erhalt des Bescheides ist Ihre Verlängerung sicher!

  • Weiterführende Masterstudiengänge

    Erfahrungsgemäß schließen die meisten Bachelorabsolventinnen und -absolventen ein weiterführendes Masterstudium an, besonders wenn sie eine Berufstätigkeit in der (außer-)universitären Forschung anstreben:

  • Berufsfelder

    Nach dem Bachelorabschluss B. Sc. MAP: Direkter Berufseinstieg oder Masterstudium?

    Nach einem erfolgreichem Bachelorstudium stehen Ihnen prinzipiell beide Möglichkeiten offen. Der Studiengang B. Sc. MAP liefert einen berufsqualifizierenden Abschluss, der einen Einstieg in die Grundlagenforschung, in angewandte gartenbauliche Forschung oder in die kommerzielle Pflanzenproduktion ermöglicht.

    Ihr zukünftiger Arbeitgeber kann aus diesen Bereichen kommen: Pflanzenzüchtung, Saatgut- und Düngemittelproduktion, biologischer und chemischer Pflanzenschutz, Pflanzenproduktion, Gartenbau- und Nahrungsmittelindustrie, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen in allen Bereichen des Gartenbaus und der Landwirtschaft sowie des Umwelt- und Ressourcenschutzes, Landwirtschaftsverwaltung, Verbänden sowie Forschungs- und Lehreinrichtungen und internationalen Organisationen.

    Erfahrungsgemäß schließen die meisten Bachelorabsolventinnen und -absolventen ein weiterführendes Masterstudium an, besonders wenn sie eine Berufstätigkeit in der (außer-)universitären Forschung anstreben:

Und jetzt? Möglichkeiten nach dem Studium

FORMALIA UND REGULARIEN

Regelungen zur Bewerbung, Zulassung und zum Ablauf eines Studiengangs werden in Ordnungen beschrieben und rechtsverbindlich festgelegt. Die Zugangsordnung regelt das Bewerbungs-, Auswahl- und Annahmeverfahren zum Studiengang.

Die Prüfungsordnung (PO) regelt die Prüfungsanforderungen und das -verfahren. Sie gibt vor, in welchen Modulen Prüfungs- und Studienleistungen zu erbringen sind sowie die Anzahl und Art der Prüfungen. Darüber hinaus enthält sie Vorgaben für die Bearbeitungszeit von Abschlussarbeiten. In der PO ist festgelegt, welche Angaben bei der Meldung zur Prüfung zu machen sind, ob und ggf. welche Nachweise vorzulegen, innerhalb welcher Frist Wiederholungsprüfungen durchzuführen sind und wie im Fall eines Prüfungsversäumnisses zu verfahren ist.

Prüfungen: Termine, Anmeldung und Informationen

Zum Abschluss eines Moduls müssen studienbegleitend Prüfungen abgelegt werden. In der Regel erfolgt Anmeldung zu Prüfungsleistungen  während des Anmeldezeitraums online beim Akademischen Prüfungsamt.

Studierende entscheiden selbstständig, welche und wie viele Prüfungen sie in einem Semester anmelden und absolvieren. Es ist empfehlenswert, die Prüfungen zu den im Modulkatalog angegebenen Terminen abzulegen.

Ansprechpartner in Prüfungsangelegenheiten

Studiengangskoordination und Fachberatung

Nichtöffentliche Person
Je nach Fragestellung stehen Ihnen verschiedene Personen mit Rat und Tat zur Seite: