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GRANAT School Entrepreneurship 2016: Die Unternehmensgründung mit eigener Geschäftsidee ist eine Karriereoption

GRANAT School Entrepreneurship 2016: Die Unternehmensgründung mit eigener Geschäftsidee ist eine Karriereoption

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Was kommt nach dem Abschluss der universitären Ausbildung? Für Masterstudierende, Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeitende bot sich die Möglichkeit, berufliche Selbstständigkeit als persönliche Karriereoption zu entdecken: Die School Entrepreneurship der GRAduiertenschule der NATurwissenschaftlichen Fakultät (GRANAT) gab in ihrer fünften Ausgabe elf Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Disziplinen der Gartenbauwissenschaften, Wirtschaftsgeographie und Anorganischen Chemie erneut Gelegenheit dazu. Die Gründungsinteressierten kamen vom 12.09 bis 16.09.2016 mit völlig unterschiedlichen, teils auch fachfremden Gründungsideen zur School Entrepreneurship.

Innerhalb von fünf Tagen präzisierten sie unter fachkundiger Anleitung von Andreas Voss (CONCIS GROUP!) und Dr. Martina Venschott (unitransfer LUH) ihre Ideen zu einem ersten, ausbaufähigen Geschäftsmodell, welches Grundlage für die nachfolgende, selbstständige Ausarbeitung eines Businessplans sein kann. Beachtenswert ist nicht nur die Wandlung der ursprünglichen Ideen und die Entstehung des Geschäftsmodells innerhalb dieser Woche, sondern auch die persönliche Entwicklung der Teilnehmenden selbst von angehenden Forschern zu potenziellen, repräsentablen Unternehmerinnen und Unternehmern, die für ihr Gründungsprojekt brennen.

Dies eröffnet den Teilnehmenden nicht nur die Möglichkeit, in die berufliche Selbstständigkeit einzutreten und ein Unternehmen zu gründen, sondern qualifiziert sie alternativ: Professionelle, kreative Arbeitsmethoden (Design Thinking, Golden Circle, Business Modell Canvas) nützen ebenso bei einem Eintritt in eine betriebliche Karriere oder einer Laufbahn im Angestelltenverhältnis. In vielen Unternehmen werden früher oder später interne Projekte durchgeführt, wobei äquivalente Kenntnisse und Fähigkeiten gefordert werden wie in der beruflichen Selbstständigkeit.

Intensiver Einsatz war gefordert – so spielerisch Kreativtechniken auch wirken.

Intensiver Einsatz war gefordert – so spielerisch Kreativtechniken auch wirken.

So weitet die School Entrepreneurship den Blick von Studierenden und Promovierenden auf das Arbeitsleben und führt ihnen vor Augen, wie vielfältig die Beschäftigungsformen der Arbeitswelt heute sind – auch als Unternehmer. „Berufliche Selbstständigkeit und Unternehmertum können auch zeitlich begrenzte Lebensphasen sein, eine Rückkehr ins Angestelltenverhältnis kann dabei ebenso wenig ausgeschlossen sein wie eine berufliche Selbstständigkeit als Nebenerwerb bei bestehender Beschäftigung im Angestelltenverhältnis“, ergänzt Dr. Barbara Höft-Lessdorf (Leitung GRANAT).

Neben verschiedenen professionellen Tools zur Unternehmensgründung wurde den Teilnehmenden in diesem stark interaktiven Veranstaltungsformat der Mut mitgegeben, neue Wege zu denken, die Perspektiven auf ihr Gründungsprojekt zu wechseln und ihr Vorhaben ebenso professionell wie prägnant zu vertreten. Dazu bekamen die Teilnehmenden hinreichend Gelegenheit auf der Abschlussveranstaltung der School Entrepreneurship am Freitag: Nach einer feierlich-ermutigenden Ansprache durch Professor Dr. Schmitz, Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, präsentieren sie ihre Geschäftsidee als Elevator Pitch binnen 90 Sekunden vor einer Jury aus Experten der Gründerszene und geladenen Gästen. Den anschließenden Fragen der Jury galt es, überzeugend Rede und Antwort zu stehen.

Ziel der School Entrepreneurship ist nicht nur, das Know-how für Unternehmensgründungen zu vermitteln und zu ermutigen, sondern darüber hinaus zusätzlich, potenzielle Gründer und unterstützende, gründungsrelevante Ansprechpartner zusammenzubringen. Damit soll es Gründungsinteressierten erleichtert werden, wegweisende Kontakte zu unterstützenden Ansprechpartnern aufzubauen (zum Beispiel für die nachfolgende Begleitung der Ausarbeitung von EXIST-Förderanträgen) und ihr persönliches Gründungsnetzwerk zu erweitern.

Die Jury formierte sich folglich aus Vertretern vom LUH-Gründungsservice starting business (Helge Wilker, LUH/hannoverimpuls GmbH) und dem Bereich Wissens- und Technologietransfer (Dr. Martina Venschott, Leitung unitransfer der LUH), einem Finanzexperten (Michael Balzereit, Leitung GründerCenters der Sparkasse), einem profunden Kenner der Wirtschaftsförderung (Ulrich Behnke, hannoverimpuls GmbH) sowie zwei Mitgliedern der Wirtschaftsjunioren Hannover e. V. (Tjark Eickhoff und Jenny Vorbeck).

Am Ende der Woche zeigten sich alle Beteiligten angetan und einig: Die School Entrepreneurship ist ein wichtiges und erfolgreiches Veranstaltungsformat, das Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter und Promovierende mit umfangreichem Know-how aus den Bereichen Unternehmertum, Innovationen und Gründungsfinanzierung versorgt und nachweislich fit macht für den Weg in die Unternehmensgründung. So sind aus dem Teilnehmerkreis der GRANAT School Entrepreneurship seit ihrem Start im Sommersemester 2013 bereits in drei Fällen erfolgreiche Firmengründungen erfolgt oder EXIST-Forschungstransfer-Fördermittel im Umfang von 900.000 € eingeworben worden. Ein Ausbau des Angebots der School Entrepreneurship an der Naturwissenschaftlichen Fakultät für Interessierte aller Fakultäten wäre darum wünschenswert.

Weitere Informationen und Kontaktadressen erhalten Sie auf den Webseiten von GRANAT.