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Naturstoffe aus Pilzen: Neue Forschungsgruppe um Prof. Cox untersucht medizinisches Potential von Cytochalasanen

Naturstoffe aus Pilzen: Neue Forschungsgruppe um Prof. Cox untersucht medizinisches Potential von Cytochalasanen

Am Biomolekularen Wirkstoffzentrum (BMWZ) ist die neue Forschungsgruppe „CytoLabs – Systematische Untersuchung und Ausbeutung von Cytochalasanen” unter Leitung von Prof. Dr. Russell Cox entstanden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die multidisziplinäre Zusammenarbeit von fünf Instituten aus Hannover, Braunschweig und Jena mit rund 3 Millionen Euro.

Cytochalasane sind Naturstoffe aus Pilzen, zu deren bekannten Wirkungen die Bindung an Aktin gehört. Aktin ist ein wichtiger Teil des Zellskeletts; eine Beeinträchtigung kann unter anderem dazu führen, dass Zellen sich nicht mehr teilen können. Einige Cytochalasane haben antivirale Eigenschaften. Die verschiedenen Wirkungsweisen der großen Stoffgruppe zeigen Potential für medizinische Anwendungen, wurden bisher aber nicht eingehend untersucht.

„Das Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung neuer molekularer Werkzeuge, mit denen verschiedene Krankheitsprozesse untersucht werden können, darunter Krebs, Viruserkrankungen und die Bildung von Biofilmen durch antibiotikaresistente Bakterien. Wir hoffen, diese Prozesse besser verstehen zu können, die später bei der Entwicklung neuer Medikamente helfen werden”, so Professor Cox.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, setzt sich CytoLabs zum Ziel, bekannte und neue Cytochalasane synthetisch herzustellen und diese in einer Substanzbibliothek zusammenzuführen. Durch chemische Modifikationen sollen daraus schließlich molekulare Werkzeuge erstellt werden.

Arbeitsgruppe Synthetische Biologie von Prof. Cox am Institut für Organische Chemie

CytoLabs im Verzeichnis der DFG